Klavierunterricht als Rentner

– „Ich bin habe als junger Mensch Klavierstunden gehabt, jetzt bin ich in Rente und möchte das Erlernte wieder auffrischen. Wo finde ich einen Klavierlehrer, der mich wieder fit macht und geht das überhaupt?“

– „Ich wollte immer Klavierspielen lernen, doch kann man das auch im Ruhestand noch erlernen?“

Natürlich. Nur weil man jetzt eine Rente statt einem Gehalt bezieht ist man ja kein anderer Mensch. Warum also zusammen mit einem neuen Lebensabschnitt nicht ein neues Hobby starten?

Sind schon Grundlagen vorhanden, sind die meisten meiner Schüler überrascht, dass viel Wissen nicht verloren gegangen ist, sondern schnell reaktiviert werden kann.

Beginnt man ganz neu das Thema Klavier, braucht es etwas mehr Geduld. Professioneller Pianounterricht hilft einem dabei typische Anfängerfehler zu vermeiden, er motiviert und beschleunigt das Lerntempo.

Welche Besonderheiten sollte man berücksichtigen bzw wo bestehen Unterschiede zum Unterricht mit berufstätigen Erwachsenen?

Das Lerntempo
Immer noch glauben manche Musikpädagogen, dass die Lernfähigkeit im höheren Alter ab nimmt. Nach meiner Unterrichtspraxis stimmt dies keineswegs. Das hat mehrere Gründe.

– heutige Rentner sind generell fitter, selbstbewußter und interessierter als noch vor 20 Jahren.
– Das Renteneinstiegsalter ist nicht mehr so statisch. Einige geht vielleicht schon mit 60 in den Ruhestand, andere wiederum erst mit 68.
– Altersteilzeit und flexible Arbeitszeitmodelle sind nichts Ungewöhnliches mehr. Selbstständige ziehen sich nach und nach aus dem Tagesgeschäft zurück…

Manche Themen, wie z.B. Geläufigkeit fallen Jugendlichen und Erwachsenen mit weniger Lebensjahren häufig leicher, dafür haben die „Alten“ auch ihre Stärken.

– eine hohe Eigenmotivation
– häufig mehr Zeit für das Üben und das Hobby Klavierspielen
– Erfahrung im selbstständigen Lernen und Arbeiten
– Strukturiertes, zielorientiertes und methodisches Üben

Ziele des Unterrichts
Internationale Pianistenkarrieren beginnen im Kindesalter. Die Ziele meiner älteren Schüler sind anders gelagert. Damit ich einen spannenden Unterricht gestalten kann, bitte ich ausdrücklich meine Schüler darum mir ihre Ziele mitzuteilen. Doch wie könnten solche Ziele lauten?

„Ich möchte Musik aus meiner Jugendzeit spielen können, R´n´R-Piano, Jazz…“

– „Sich sowohl motorisch (Finger) als auch geistig weiterzuentwickeln, ist mir wichtig“

– „Ich hab in meiner Jugend immer nur Klassik gespielt, Boogie oder Beatles, das wäre etwas für meine Klavierstunden“

– „Während des Arbeitslebens, war ich zeitlich immer sehr eingeschränkt, jetzt nehme ich mir die Zeit, Neues zu entdecken, das Klavier..“

– „Ich war immer schon ein Musikliebhaber, durch das Musizieren werde ich bestimmt auch als Zuhörer mehr erkennen und mehr Spass haben.“

Die Klavierstunden können so auf die individuellen Bedürfnisse, Wünsche und Ziele abgestimmt werden. Beim Thema Klavierunterricht und Rente setze ich deshalb auch nicht exklusiv auf eine Klavierschule/Notenheft sondern ergänze dies immer mit Lernmodule und Notenmaterial welches zum jeweiligen Schüler passt.

Zeit und Zeitmanagment
Während Berufstätige eigentlich immer unter Zeitnot leiden, haben Klavierschüler in Rente einen gewaltigen Vorteil. Ihr Zeitfenster ist größer. Zwar ist heute Ruhestand wahrlich kein Ruhestand bzw. Stillstand, trotzdem ist der Alltag selbstbestimmter und planbarer.

Für stetige Fortschritte ist ein regelmäßiger Unterricht sehr empfehlenswert. Wer lieber individuelle Einzelstunden buchen möchte, kann dies ebenfalls tun.

Ist man in der Rentenphase, dann ist man nicht mehr an Schulferien gebunden. Man fährt in den Urlaub, sowie es einem passt. Die Nebensaison mit leeren Straßen, Ferienorten und günstigen Preise nimmt man möglicherweise gerne mit. Leider bieten die allermeisten Musikschulen und Musiklehrer keinen Unterricht in den Schulferien an. Diese Zeit ist in der Regel unterrichtsfrei. Fährt man also antizyklisch in den Urlaub ist man doppelt benachteiligt. In den Schulferien hätte man Zeit, aber der Lehrer ist nicht da. Dann geht die Schule wieder los und man selbst fährt weg. Schnell hat man 1-2 Monate keine Klavierstunde, die man in der Musikschule aber durchzahlt.

Einzelstunden nach freier Terminvereinbarung sind hier eine gute Alternative zu einem festen Unterrichtsvertrag. Logischerweise stellen sich bei einer gewissen Konstanz die besten Fortschritte ein, deshalb sollte man versuchen eine gewisse Regelmäßigkeit anzustreben. Ich biete verschiedene Tarife an. Sowohl mit Schulferien, als auch ohne Schulferien. Unter dem Punkt Konditionen stehen die Details. Ich berate gerne bei der Auswahl des passenden Tarifes.

Viele Musikschulen öffnen ihre Türen erst ab nachmittag und nur von Montag bis Freitag. Ich verfahre anders. Viele meiner älteren Schüler kommen gerne am Vormittag oder am Wochenende in den Pianounterricht. Dank eigenem Unterrichtsraum bin ich was die Terminplanung angeht recht flexibel.

Ich hoffe ich konnte Denkanstöße geben. Wenn Sie weitere Fragen haben oder eine Probestunden besuchen wollen, dann kontaktieren Sie mich doch einfach.